Am Dienstag stand der dritte der vier grossen Disney-Parks auf dem Plan: EPCOT. Na? Wer weiss, was das heisst? 😁
Die Abkürzung steht für Experimental Prototype Community Of Tomorrow. Walt Disney wollte hier einen Ein- und Ausblick auf die Zukunft und das zukünftige Leben der Menschheit geben. Wahrzeichen von Epcot ist die berühmte Kugel in der sich die Attraktion „Spaceship Earth“ befindet. Eine Themenfahrt, die die Entwicklung der Menschheit zeigt:





Epcot ist in insgesamt zwei grosse Bereiche geteilt. „Vorne“ befinden sich World Celebration (mit Spaceship Earth), World Discovery und World Nature. „Hinten“ im Park befindet sich rund um den See World Showcase.
Letzteres ist so eine Art Dauer-Expo. Hier präsentieren sich verschiedene Länder. Natürlich extrem stereotyp 😅 Es gibt Länderpavillons (im Uhrzeigersinn um den See verteilt) von:
Mexiko
Norwegen
China
Deutschland
Italien
USA
Japan
Marokko
Frankreigh
England
Kanada







In diesem Bereich finden sich neben zahlreiche Restaurants auch drei der insgesamt 11 Fahrgeschäfte von Epcot. Als da wären:
– In Mexiko: Gran Fiesta Tour Starring the Three Caballeros (nette Bootsfahrt rund um Donald)
– In Norwegen: Frozen Ever After (eine der beliebtesten Themenfahrten. Auch im Boot. Wirklich schön)
– In Frankreich: Remy’s Ratatouille Adventure (quasi identisch zu der Version in Disneyland Paris)
Wegen der vielen Restaurants wird World Showcase in EPCOT, neben Disney Springs (das ist das „Ausgehviertel“ von Disney mit Shopping, Restaurants und Abendshows), übrigens gerne auch von den Einheimischen zum aus- und essengehen genutzt. Die Restaurants hier sind zum grössten Teil wirklich extrem gut. Und man hat viele verschiedene Nationalitäten an einem Ort. Von Spätzle und Sauerkraut in Deutschland über den absoluten Edel-Japaner (teuerstes Menü für $ 250,-) in Japan und Mezze in Marokko bis hin zu Fish&Chips in England.
Ich hatte eine Margarita in Mexiko und einen amerikanischen Klassiker in USA:


Beide sehr lecker. Vor allem die „Loaded Burnt Ends Fries“ -> Pommes mit Burnt Ends (schön geräuchert und karamelisiert), Macaroni & Cheese und Zwiebelringen in Bierteig.
Der vordere Bereich ist das, was man wohl am ehesten als „klassischen“ Freizeitpark verstehen würde. Insgesamt acht Fahrgeschäfte finden sich dort – darunter Disney’s neuste Achterbahn: Guardians of the Galaxy: Cosmic Rewind.
Entwicklung und Konstruktion hat sich Disney 500 Millionen Dollar (!) kosten lassen. Dafür bauen wir in Europa sonst ganze Parks. Auf beweglichen, drehbaren Achterbahnwagen fährt man vorbei an riesigen Bildschirmen. Das ganze ist nicht wirklich gut zu fotografieren/filmen. Die Fahrt ist schnell und es ist schon recht dunkel in der Bahn. Die Bahn ist jedenfalls der absolute Hammer. Macht einfach mega Spass.



Weitere Attraktionen sind (unter anderem)
– Soarin (ein „Flying Theater“. Wer es kennt: ähnlich zu Voletarium im Europapark)
– Test Track (schnelle Themenfahrt mit Rennstrecke. Mit sehr schneller Singlerider-Line, da jedes Fahrzeug aus zwei 3er-Reihen besteht)
– Mission: SPACE (eine Simulation eines Weltraumflugs. Wahlweise mit zentrifugalen G-Kräften oder ohne.)
– The Seas with Nemo & Friends (Themenfahrt zum Film Nemo)
– Turtle Talk with Crush (Comedy Show bei der der „Standup Comedian“ die Schildkröte Crush ist . Schwer vorstellbar? Here we go:)
Monsters, inc. Laugh Floor im Magic Kingdom ist übrigens ganz ähnlich aufgebaut. Nur halt mit Monstern statt mit Schildkröte 😉 Ich mag diese Technik und die Interaktion 🙂
Übrigens finden in Epcot das gesamte Jahr über mehrere Festivals statt, die immer direkt auch ein paar Wochen/Monate gehen. Aktuell haben wir vom 13.01. bis 20.02.23 das „International Festival of the Arts“. Entsprechend gibt es Kunst zu kaufen, zu bestaunen und mit zu gestalten:





Weitere (zu ähnlichen Zeiten immer wiederkehrende) Festivals sind:
– International Flower & Garden Festival (01.03.-05.07.23)
– International Food & Wine Festival (14.07.-19.11.23)
– International Festival of the Holidays (25.11.-30.12.23)
Ebenso wie Magic Kingdom hat Epcot so viel zu bieten, dass man den Park eigentlich unmöglich an einem einzigen Tag „schaffen“ kann. Im Gegensatz zu Magic Kingdom liegt dies hier aber weniger an den Fahrgeschäften/Attraktionen sondern insbesondere an dem ganzen „drumrum“ wie z.B. die Festivals und die vielen Länderpavillons. Und allein für Guardians of the Galaxy: Cosmic Rewind lohnt sich schon ein zweiter Besuch. Ich bin entsprechend am Donnerstag (02.02.) dann wieder hier 🙂